Hackathon „Hack the Heritage“

Der erste Kulturdatenhackathon in Thüringen

Eine geheimnisvolle Truhe voller wertvoller Kulturschätze aus Thüringen ist aufgetaucht. Doch Teile ihres Wissens drohen zu verblassen. Nur mit kreativen Ideen und klug eingesetzten digitalen Werkzeugen können sie bewahrt werden. Und genau hier kommst Du ins Spiel!

HACK THE HERITAGE ist der Kulturerbe-Hackathon des Projekts Nucleus Jena – Transfer.Regional.Nachhaltig. Bei diesem zweitägigen Event widmest Du Dich gemeinsam mit anderen Studierenden, Entwickler:innen, Kreativen und Kulturerbe-Begeisterten realen Digitalisierungs-Herausforderungen regionaler Gedächtniseinrichtungen. Deine Mission: Innovative Lösungen entwickeln, die das kulturelle Erbe Thüringens sichtbar, zugänglich und zukunftsfähig machen.

Die teilnehmenden Einrichtungen stellen Dir echte Problemstellungen als Challenges vor – jedes Team wählt eine davon aus und entwickelt einen Prototypen, der genau diese Herausforderung löst. So kann dein Beitrag unmittelbar in die digitale Strategie regionaler Kulturinstitutionen einfließen.

HACK THE HERITAGE ist für alle da! Du musst nicht studieren oder einen Titel haben, um teilzunehmen. Das Einzige, was du brauchst ist Interesse an Kultur-Themen und ein Mindestalter von 18 Jahren.

Für mehr Infos hier klicken.

 

WANN: 20. Februar 2026, 17 – 21 Uhr und 21. Februar, 9-22 Uhr

WO: Lichtwerkstatt, Albert-Einstein-Straße 6, 07745 Jena

Leibniz-Institut für Alternsforschung und Universität Jena erforschen Rolle ribosomaler RNA bei Krebs und Alterungsprozessen

Leibniz-Institut für Alternsforschung und Universität Jena erforschen Rolle ribosomaler RNA bei Krebs und Alterungsprozessen

Gemeinsame Forschungsgruppe untersucht rRNA als Biomarker und Basis für neue Therapieansätze

Laut einer aktuellen Studie der zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörenden Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) wird die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 weltweit um bis zu 77 % ansteigen, insbesondere in den Industrieländern. Die zunehmende Lebenserwartung gilt dabei als wesentlicher Treiber dieses Trends.

Vor diesem Hintergrund ist im Januar 2026 das neue Forschungsprojekt „KreDiT RNA“ des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena gestartet, um den Zusammenhang zwischen Altern, rRNA-codierenden Genen und Krebs eingehend zu untersuchen. Die gemeinsam geleitete Forschungsgruppe der beiden JenaVersum-Partner mit derzeit fünf Mitarbeitenden an zwei Standorten wird durch Prof. Christoph Englert (FLI) und Dr. Holger Bierhoff (Institut für Biochemie und Biophysik, Uni Jena) fachlich betreut.

Die Aktivität der rRNA-Gene steuert die Produktion von Ribosomen, den „Fabriken“ der Zelle für die Herstellung von Proteinen. Überaktive rRNA-Gene führen zu verstärktem Zellwachstum und können Tumorbildung begünstigen, während ihre Hemmung Alternsprozesse, zumindest in einfachen Modellorganismen wie Fadenwürmern, verlangsamen kann. Eine spezifische Hemmung der rRNA-Synthese wäre daher eine vielversprechende Krebstherapie, passende Hemmstoffe sind bisher aber klinisch noch nicht etabliert. RNA-basierte Behandlungsansätze könnten hier jedoch neue Möglichkeiten bieten. Ein besonders innovativer Ansatz des „KreDiT RNA“-Projekts ist die Nutzung der kurzlebigen Fischspezies Nothobranchius furzeri als Modell für die alternsabhängige Krebsentstehung. Durch die gezielte genetische Manipulation der rRNA-Synthese soll untersucht werden, wie Veränderungen in diesem System die Krebsentwicklung im Verlauf des Lebens beeinflussen.

Die Forschungsgruppe wird sowohl von klinischen Partnern als auch von Thüringer Biotech-Firmen unterstützt. Daneben hilft auch SPARK@FLI, ein spezielles Förderprogramm des FLI, den Forschenden bei der translationalen Umsetzung ihrer Erkenntnisse. Ein besonderes Anliegen von „KreDiT RNA“ ist es, die Forschung nachhaltiger und umweltschonender zu gestalten. Zu diesem Zweck werden die Beteiligten ein Training absolvieren und eine Zertifizierung durch My Green Lab erhalten.

Die Durchführung des Projekts wird für die nächsten 3 Jahre von der Thüringer Aufbaubank (TAB) mit 1 Mio. Euro gefördert. Mit diesem integrativen Ansatz verbindet „KreDiT RNA“ Grundlagenforschung, innovative Tiermodelle, klinische Relevanz und Nachhaltigkeit, um neue Wege in der Krebsdiagnostik und -therapie zu eröffnen.