Ein Mikroskop auf zwei Beinen weist Passanten zukünftig in Jena den sicheren Weg über die Straße: An drei Ampeln ersetzt das neue Motiv das klassische grüne Ampelmännchen. Die Aktion soll Wissenschaft im Alltag sichtbar und neugierig auf vielfältige Forschung in der Stadt machen. Am Mittwoch wurden die neuen Wissenschaftsampeln an drei Standorten installiert: am Universitätshauptgebäude (Fürstengraben/Zwätzengasse), an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (Carl-Zeiss-Promenade/Lichtenhainer Straße) sowie am Beutenberg Campus (Winzerlaer Straße/Hermann-Löns-Straße). Die Idee stammt von Dana Strauß und Juliane Seeber. Ihr Vorschlag wurde im Rahmen des Bürgerbudgets der Stadt Jena ausgewählt und finanziert.

„Die Wissenschaftsampeln sind mehr als ein originelles Detail im Stadtbild. Forschung und Entdeckergeist prägen Jena seit Generationen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Nitzsche. Auch Andreas Marx, Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena, begrüßt das Projekt: „Wissenschaft gehört zu Jena – und das darf man ruhig sehen. Dass sich dieses Selbstverständnis nun sogar an Fußgängerampeln zeigt, freut mich sehr.“

Die Initiatorinnen möchten Wissenschaft auf kreative Weise in den öffentlichen Raum bringen. „Mich begeistert die Vorstellung, dass ein Kind an der Ampel fragt: ,Warum läuft da ein Mikroskop?‘ Zugleich sind die Ampeln für mich ein Ausdruck der engen Zusammenarbeit von Stadt und Forschung in unserem Netzwerk JenaVersum“ sagt Dana Strauß. Juliane Seeber ergänzt: „Das Symbol steht für den Entdeckergeist, mit dem Forschung beginnt – oft mit einer einfachen Frage.“

Auch technisch ist das Projekt besonders: Für die modernen LED-Ampeln wurden spezielle Symbolmasken entwickelt und per 3D-Druck gefertigt. Die Umsetzung übernahm der Kommunalservice Jena (KSJ).

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